Darf jede/r jede/n fotografieren?

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Üblicherweise ist das auch mit zahlreichen Fotos von der jeweiligen Urlaubsdestination verbunden.

Nicht nur bezüglich der Umstehenden am Trevi-Brunnen, sondern generell stellt sich aber immer öfter die Frage, ob das hemmungslose Fotografieren von Personen, ohne deren Zustimmung, rechtlich zulässig ist.

Die Rechtsprechung hat dazu, insbesondere was das Anfertigen der Fotos an sich betrifft, noch keine eindeutige Aussage getroffen, das Thema aber jedenfalls als relevant im Zusammenhang mit dem Schutz von Persönlichkeitsrechten erkannt. So ist zwar gesetzlich nur die Einschränkung der Veröffentlichung von Personenbildnissen geregelt (wenn berechtigte Interessen des Abgebildeten verletzt werden), allerdings hat der OGH in einem Einzelfall diese Abwägungen auch bereits auf das bloße „Abdrücken“ übertragen. Dazu ein aktueller Beitrag in „Die Presse“